Hilfsmittel-Übersicht
Frage stellen
Hilfsmittel-Beratung

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Die Amyotrophe Lateralsklerose ist eine unheilbare Erkrankung des motorischen Nervensystems mit unbekannter Ursache, an der derzeit rund 6.000 Deutsche leiden und die vornehmlich an über 40-Jährigen diagnostiziert wird.

Amyotrophe Lateralsklerose bewirkt das Absterben derjenigen Nervenzellen, die die Skelettmuskulatur steuern, so dass sich diese zurückbildet.

Dadurch kommt es fortschreitend u.a. zu einer Koordinationsschwäche der Hand- und Armmuskulatur, Gangstörungen, Sprech-, Schluck- und Atemstörungen.

ALS-Patienten erleben die Schwächung Ihres Körpers bei vollem Bewusstsein, denn der Geist bleibt unbehelligt (“Gefangen im eigenen Körper”).

Die Überlebenszeit beträgt im Schnitt 3 bis 5 Jahre. Der Tod tritt häufig durch eine Entzündung der geschwächten Lunge auf. Dass extrem längerer Überlebenszeiten möglich sind, beweist z.B. Stephen Hawking, bei dem bereits 1963 die Amyotrophe Lateralsklerose diagnostiziert wurde.

Hilfsmittel bei Amyotropher Lateralsklerose

Der Verlauf von ALS verlangt nach Hilfsmitteln, die auch im fortgeschrittenen Stadium für den Benutzer weiter bedienbar bleiben. Aber auch ein Wechsel zwischen verschiedenen Lösungen je nach Krankheits-Fortschritt ist denkbar.

In der Regel beginnen die Beschwerden in einem isolierten Muskelbereich, z.B. einer Hand, und breiten sich von dort aus auf benachbarte Muskelbereiche aus, bis hin zur Lähmung aller Extremitäten.

Ist ein Erkrankter nicht mehr fähig die Computertastatur zu benutzen, wohl aber noch die Computermaus oder einen Touch-Bildschirm zu bedienen, kann er über eine sogenannte Bildschirmtastatur Texte schreiben.

Fällt das Klicken der Maustasten schwer, können Klick-Emulatoren den Mausklick an der gewünschten Zielposition automatisch auslösen (“Autoklick”). Diese Funktion ist bei den meisten modernen Kommunikationsprogrammen beinhaltet.

Im fortschreitenden Krankheitsverlauf treten u.a. Störungen der Zungenmuskulatur auf, die zunehmend eine verständliche Lautsprache unmöglich machen lassen.

Hier kann sich beholfen werden mit einer Sprachausgabe, die geschriebene Texte in (mittlerweile sehr natürlich klingender) Sprache ausgibt.

Ist der Anwender nicht in der Lage eine Maus zu bewegen oder einen Touch-Bildschirm zu bedienen, kann z.B. ein einfacher Taster/Schalter zusammen mit einer Scan-Software zum Einsatz kommen.

Eine andere Möglichkeit ist, eine Kommunikationssoftware über eine Augensteuerung anzusprechen.

Ist ein Anwender nicht in der Lage über Schriftsprache zu kommunizieren, wird eine symbolunterstützte Kommunikationshilfe benötigt.


FRAGEN DAZU ?
Schicken Sie uns einfach Ihre Frage. Sie erhalten in Kürze Antwort von uns.

Selbstverständlich ist dieser Service für Sie kostenlos und unverbindlich.
Sie müssen Ihren Namen nicht angeben, wenn Sie nicht möchten.
BERATEN LASSEN ?
Möchten Sie sich ausführlich beraten lassen?

Nach kurzer Rückfrage vermitteln wir Ihnen einen Kontakt zu einem Berater möglichst in Ihrer Nähe.
Dieser Service ist für Sie kostenfrei und unverbindlich.
AUSPROBIEREN ?
In vielen Fällen gibt es die Möglichkeit, elektronische Hilfsmittel unverbindlich auszuprobieren.

Wir versuchen Ihnen eine Stelle zu nennen, bei der Sie Hilfsmittel testen können.