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Schlaganfall

Ein Schlaganfall oder auch Hirnschlag entsteht durch eine Blut-Minderversorgung im Gehirn und der damit verbundenen unzureichenden Versorgung an Sauerstoff und anderen Stoffen, die mittels Blutbahn zu den Nervenzellen des Gehirns transportiert werden.

Jährlich ist etwa jeder 500. von einem Schlaganfall betroffen, manche erleiden ihn mehrfach. Eine vollständige Genesung ist bei leichteren Fällen möglich. Sie erfordert allerdings jahrelanges Training. Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und verantwortlich für ein Drittel aller Behinderungen.

Nach dem Erkennen eines Schlaganfalles ist höchste Eile geboten. Je schneller der Hirninfarkt behandelt wird, umso besser stehen die Überlebenschancen und die Chancen auf minderschwere bleibende Schäden. Symptome können eine halbseitige Lähmung, starke Kopfschmerzen und/oder eine Sprachstörung sein. Auch wenn sich diese Symptome nach kurzer Zeit wieder verflüchtigen, ist sofort ein Notruf abzusetzen. In spezialisierten "Stroke-Units" stehen in den Krankenhäusern Experten für den Notfall "Schlaganfall" bereit.

Als Merkwort zur Erkennung eines Schlaganfalles hat sich im amerikanischen Sprachraum das Wort “FAST” etabliert. Es steht für “face, arms, speech, time”, und spiegelt die Symptome wieder – mit dem Hinweis, dass nach Erkennen eines Schlaganfalls jede Sekunde zählt:
  • FACE - Der Betroffene zeigt beim Lächeln ein schiefes Gesicht.
  • ARMS - Der Betroffene hebt seine beiden Arme nicht auf gleiche Höhe.
  • SPEECH - Der Betroffene hat beim Sprechen eines einfachen Satzes Schwierigkeiten.
  • TIME - Sofort Hilfe holen!

Hilfsmittel bei Schlaganfall

Infolge eines Schlaganfalls kann meist ein Arm und ein Bein nicht oder nicht ausreichend bewegt werden (halbseitige Lähmung). Je nachdem welche Gehirnhälfte betroffen ist, treten nicht selten zudem Sprechstörungen und/oder Sprachstörungen auf.

Im nicht-elektronischen Bereich können bei Sprechstörungen Buchstaben- oder Worttafeln eingesetzt werden. Als elektronische Hilfsmittel werden häufig Sprachcomputer (besser: Sprechcomputer) verwendet, die geschriebene Texte mithilfe einer Sprachausgabe über die Computerlautsprecher ausgegeben.

Verhindert eine Lähmung von Hand oder Arm die Bedienung der Maus und der Tastatur, so kann eine alternative Steuerungsmöglichkeiten herangezogen werden, z.B. ein Touchscreen (berührungsempfindliche Bildschirme), ein Auslöseknopf oder eine Kopfsteuerung.

Bei Sprachstörungen, sogenannten Aphasien, ist das Sprachverständnis (z.B. die Wortfindung oder das Wortverständnis) gestört. Hier reicht ein einfacher Sprachcomputer selten aus. Durch eine moderne Kommunikationshilfe können Wörter anlautiert werden, so dass sich ein Wiedererlern-Effekt einstellt.


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